Turbinenschaufeln additiv reparieren

Das Directed Energy Deposition-Verfahren wird durch das LZH um eine sensorgestützte, multispektrale Qualitätssicherung erweitert. (Foto: LZH)
Das Directed Energy Deposition-Verfahren wird durch das LZH um eine sensorgestützte, multispektrale Qualitätssicherung erweitert. (Foto: LZH)
21.07.2026
News

Im neuen Projekt SAMrep entwickelt das LZH gemeinsam mit der 4D Photonics GmbH eine sensorgestützte Qualitätssicherung für die additive Reparatur von Turbinenschaufeln aus Nickelbasis-Superlegierungen. Ziel ist es, den Reparaturprozess stabiler und zuverlässiger zu machen.

Die Reparatur von Turbinenschaufeln ist anspruchsvoll, das LZH will mit Hilfe von Sensoren Defekte reduzieren. (Foto: LZH)
Die Reparatur von Turbinenschaufeln ist anspruchsvoll, das LZH will mit Hilfe von Sensoren Defekte reduzieren. (Foto: LZH)

Turbinenschaufeln aus Nickelbasis-Superlegierungen sind hochbelastete Bauteile, deren Reparatur besondere Anforderungen stellt. Bereits kleinste Defekte wie zum Beispiel Mikrorisse in den reparierten Bereichen können die Lebensdauer der Schaufeln stark beeinträchtigen. Im Projekt „Sensorunterstützte Qualifizierung regenerierter Turbinenschaufeln“ (SAMrep) arbeitet die Gruppe Additive Fertigung – Metalle am LZH daran, das laser- und pulverbasierte additive Fertigungsverfahren Directed Energy Deposition (DED) für solche Reparaturen weiterzuentwickeln. Bei diesem Verfahren wird Metallpulver schichtweise auf das beschädigte Bauteil aufgetragen und durch einen Laser mit dem Grundmaterial verschmolzen. 

Sensorik für mehr Prozessstabilität 

Um Defekte beim DED-Prozess zu erkennen und zu vermeiden, setzen die Wissenschaftler:innen auf moderne Sensortechnik und eine multispektrale Prozessbeobachtung. Diese soll eine zerstörungsfreie Untersuchung direkt während des Auftragprozesses ermöglichen. 

Über SAMrep 

Das Projekt SAMrep wird von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Projektpartner sind 4D Photonics GmbH und Laser Zentrum Hannover e.V.

Logo EFRE-Förderung